ZuMUTungen - 4 Gottesdienste aus 25 Jahren

Zumutungen 25 4x

Hier finden Sie ausgewählte Gottesdienste der letzten 25 Jahre:

  • Georg Kugler (1997): Das Land der Hoffnung mit der Seele suchen      Podcast    Liedheft
  • Georg Kugler (1999): Krieg! – Zeit zum Beten     Podcast
  • Günter Breitenbach (1998): In der Leichtigkeit der Vögel    Podcast
  • Andrea Felsenstein-Roßberg (2002): Ergrauen und Ergrünen   Podcast
     

 

 

Fünfundzwanzig Jahre ZuMUTungen-Gottesdienste in der Magdalenenkirche Altdorf

Seit 25 Jahren gibt es die erfolgreiche Gottesdienstreihe ZuMUTungen in der Magdalenenkirche Altdorf. Sie ist lebendig wie eh und je. Die durchschnittlich ca. 100 Besucher und Besucherinnen dieses monatlichen Spätgottesdienstes in offener Form genießen die unkonventionelle Art, die späte Uhrzeit, die besondere Musik, die bunt gemischte Gemeinde, die konfessionsübergreifende Orientierung und die gleichgewichtige Präsenz von Frauen und Männern. Andere schätzen den gesellschaftskritischen Anspruch, die lebenspraktische Ausrichtung, die persönliche Orientierung. Und vielleicht fand der eine oder die andere für sich neue Zugänge zum Evangelium, zu "Gottes kräftigen Zuspruch und Anspruch auf unser Leben", wie es einst die Barmer theologische Erklärung  formuliert hat.

Die Idee zu den ZuMUTungen stammt von dem im September 2019 verstorbenen Altdorfer Ruhestandspfarrer Georg Kugler. Der frühere Leiter der Gemeindeakademie Rummelsberg war nach seinen letzten Dienstjahren als Berater der Mitteldeutschen Kirche 1993 mit seiner Frau Margrit nach Altdorf gezogen. Wenige Kilometer entfernt hatte er einst in den siebziger Jahren als Gründer der Gemeindeakademie die Gottesdienstreform, die Gemeindeentwicklung und die Weltverantwortung der Kirche stark zu machen versucht. Durch die Entwicklung der Familiengottesdienste, der Osternacht, des Feierabendmahls und der Kommentargottesdienste hatte der seinerzeit weit bekannte Rundfunk- und Fernsehprediger wesentlich zur Erneuerung des gottesdienstlichen Lebens in der evangelischen Kirche beigetragen. Die Altdorfer ZuMUTungen waren sein letztes Projekt. 

Unter folgenden Leitgedanken stellte er sie im März 1995 dem Altdorfer evangelischen Kirchenvorstand vor: Es sollte ein Gottesdienst sein, der Mut macht, weil er den Zumutungen des Lebens nicht ausweicht und sich den Zumutungen des Evangeliums stellt. Die ZuMUTungen sollten Kerngemeinde und Kirchenskeptiker in gleicher Weise ansprechen, auch Menschen aus dem Kultur- und Sozialbereich, die für sich ganz persönlich nach der gesellschaftlichen Dimension des Evangeliums fragen. Ein Thema sollte jeweils im Mittelpunkt stehen. Schrittweise sollte es entfaltet werden. Anschaulich, bildhaft, seelsorgerlich, aber durchaus provozierend. Und gute Musik sollte es geben. Die Altdorfer Pfarrer sollten nicht zusätzlich belastet werden, es sollte ein echtes zweites Programm sein. Der KV stimmte zu und ein Team um den damaligen Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Jürgen Dreutter übernahm die Koordination und Fortentwicklung der Konzeption.

In der ersten Zeit wollte Georg Kugler die ZuMUTungen selbst prägen. Lediglich sein damaliger Rummelsberger Nachnachfolger Günter Breitenbach war im Wechsel als Prediger dabei. Später hat Hans Harald Willberg eine Zeit lang diese Funktion übernommen. Dann wurde das Team vielfältiger und der Stil wandelte sich mit den Zeitläuften und den Personen. Die Mitwirkung von Frauen als Liturginnen und Predigerinnen hat die ZuMUTungen inhaltlich, methodisch und atmosphärisch sehr bereichert. Dabei setzten u.a. Andrea Felsenstein-Roßberg, Susanne Schatz, Agnes Voss-Boerschmann, Veronika Zieske und als Prediger Eckehard Roßberg Akzente.

Besonders wichtig für die ZuMUTungen war und ist die musikalische Gestaltung. Von Anfang an als Musiker regelmäßig aktiv und stilbildend war Ullrich Reuter mit Mitgliedern der Musikgruppe Rubato. Daneben haben viele andere Musikerinnen und Musiker den Klang der ZuMUTungen inspiriert. Als gänzlich unverzichtbar erwies sich das Organisations- und Technikteam um Jürgen Dreutter, das seit 25 Jahren auch die Pressearbeit und Werbung verantwortet. Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Altdorf hat dieses zusätzliche Gottesdienstprogramm nicht nur damals per Kirchenvorstandsbeschluss ermöglicht, sondern es bis heute gefördert und ihm den nötigen Freiraum gegeben.

Eigentlich sollte das Jubiläum in diesem Frühsommer mit einem Gottesdienst und Fest gefeiert werden, doch die Situation lässt dies nach wie vor nicht zu und konfrontiert die ZuMUTungen-Gemeinde mit ihren eigenen Zumutungen. In der Magdalenenkirche könnten nach den geltenden Richtlinien nur etwa 12 Menschen am Gottesdienst teilnehmen und auch die gewohnte musikalische Gestaltung wäre nicht möglich. Daher finden die ZuMUTungen seit April digital statt und sind über die Homepage der Kirchengemeinde www.evangelisch-in-altdorf.de abzurufen. Ab Sonntag, dem 21. Juni 2020 sind dort Gottesdienste aus der Anfangszeit der ZuMUTungen, u.a. mit Georg Kugler, abrufbar. Die Feier wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

 

Die Kollekte soll diesmal an Entrepreneurs for Knowledge gehen. Das ist ein kostenloser, gemeinnütziger Service, der Unternehmen dabei unterstützt Bildung durch den Bau von Schulen für unterprivilegierte Kinder in der ganzen Welt zu fördern. Mittlerweile konnten bereits 22 Schulprojekte in 18 Ländern initiiert und damit über 3000 Kindern in den verschiedensten Teilen der Welt Zugang zu Bildung ermöglicht werden. Insbesondere geht es aktuell um direkte Soforthilfe für nachhaltige Schulprojekte als Reaktion auf die Corona-Pandemie. Informationen und die Spendenmöglichkeit gibt es unter www.efk.org .

Entrepreneurs for Knowledge gGmbH
IBAN: DE98 3705 0198 1934 3057 21

 

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