Gemeinde-Infos "Alles hat seine Zeit"

Alles hat seine Zeit

Ein Blick auf die Zeit - und Informationen über Kirchenvorstandsbeschlüsse, wie und wo wir in den nächsten Wochen Gottesdienste feiern können.

"Alles hat seine Zeit"

Dem biblischen Buch Prediger (Kohelet) wird manchmal Pessimismus vorgeworfen, weil viel Vergängliches beschrieben wird. Im dritten Kapitel geht es um die Zeit: „Alles hat seine Zeit!“ Pflanzen, Ausreißen, Weinen, Lachen, Klagen, usw… Auch wenn ich selbst in manchen Zeiten anderes bevorzugen würde, „erden“ mich diese ca. 3000 Jahre alten Bibelworte. Sie zeigen m.E. immer noch treffende realistische Wahrnehmungen des ganz normalen Lebens.

Gilt das auch für unsere momentanen außergewöhnlichen Zeiten?
Ich glaube schon! Gerade wenn wir erleben, dass manches, was gestern „seine Zeit“ hatte, heute ganz anders ist. Und sich morgen schon wieder ändern kann. Dabei sorgen unterschiedlichste Ankündigungen und Verordnungen für unterschiedliche Gebiete nicht immer für mehr Klarheit. Doch damit müssen wir umgehen.
Auch beim Planen von Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen. Auch da hat alles „seine Zeit“ – und es kann sein, dass sich vom Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe (16.05.20) bis zum Zeitpunkt, an dem sie von Ihnen gelesen werden, schon wieder einiges geändert hat.

Am 10.05. durfte nach vielen Wochen wieder der erste Gottesdienst in der Laurentiuskirche stattfinden. Vieles war aufgrund der Auflagen ungewohnt: Singen und Sprechen mit Mund-Nase-Maske. Nicht da sitzen zu können, wo ich möchte. Vielen anderen nur Zuwinken zu können. Alles auf Abstand…
Aber trotzdem war es schön! Ich erlebe trotzdem eine Nähe zu den Anderen. Und zu unserem Herrn sowieso! Egal wo!

Im Kirchenvorstand mussten wir für jeden Gottesdienstort ein ausführliches Schutzkonzept zu allen Vorgaben von Landeskirche und Freistaat beschließen.

Wir sind dankbar über die Größe der Laurentiuskirche, in der der vorgeschriebene 2-Meter-Abstand zu denjenigen, die nicht in einer Hausgemeinschaft leben, gut ermöglicht werden kann. Und dass dort der noch viel größere Abstand zu den Liturgen, die als einzige ob der Verständlichkeit willen die Maske abnehmen dürfen, trotzdem noch Plätze ermöglicht.

Für die Magdalenenkirche sieht das anders aus. Dort werden vorerst nur kleinere Beerdigungsfeiern stattfinden werden können.
Die gewohnten 8:00 Uhr Gottesdienste entfallen in diesem Jahr.

In Weißenbrunn müssen wir nach draußen gehen. Es soll monatlich im Kirchgarten „Frischluft“-Gottesdienste geben, so wie Sie es von den Kirchgartenfesten seit Jahren kennen.

In Eismannsberg gehen wir auf den Alten Friedhof neben der Kirche, wo unter dem großen Kreuz ebenfalls Open-Air-Gottesdienste stattfinden. Gegen Sonne und Regen empfehlen wir Regenschirme und für die Holzstühle Sitzunterlagen.

Große Feiern wie Konfirmationen, Jubelkonfirmationen, Kirchweihen mussten abgesagt werden. Der erste neue Konfirmationstermin im Juli steht noch unter Vorbehalt. Gottesdienste in den Senioren-heimen sind vorerst nicht möglich – ebenso müssen (Klein-)Kinder-gottesdienste neu konzipiert werden.
Auf gemeinsame Abendmahlsfeiern werden wir vorerst verzichten. Sänger sind derzeit nur als Einzelne und Bläser gar nicht zugelassen.
Mal sehen wie und ob sich da die Zeiten ändern.

Aktuelle Neuigkeiten finden Sie in der Tagespresse
und auf der Homepage unter www.evangelisch-in-altdorf.de.

 

Und in Psalm 31,16 finden Sie das Bekenntnis, das für mich die passende Antwort auf „Alles hat seine Zeit“ ist:
„Meine Zeit steht in deinen Händen!“

 

Ihr Pfarrer Bernd Popp

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