ANGEDACHT - Impuls zum Sonntag Lätare 22.03.2020

22.03.

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
Ja, ihr sollt getröstet werden.
Ihr werdet’s sehen und euer Herz wird sich freuen.

     Jesaja 66, 13.14a

Laetare – Freuet euch, heißt es am Sonntag in der Mitte der Passionszeit.

Mit der Freude ist es derzeit nicht so leicht. Die Kontakte sind eingeschränkt. Das Leben findet nur noch im kleinen Kreis statt. Die Sorge um andere Menschen, um unsere Gesellschaft, um unser Land bedrängen uns.

Da hinein wird ein Strauß mit Zweigen und Bändern gestellt – ein Strauß der Freude mitten im Leid, ein Lätare-Strauß in der Passionszeit.

Der Strauß soll Freude machen, uns zeigen, dass Gott selbst uns nahe ist im Leid, dass Christus mit uns leidet.

Drei Zweige hat der Strauß, drei Bänder und drei Brezen.

Die Zweige mit den Knospen stehen dafür, dass das Leben siegt. Wir dürfen hoffen.

Die Bänder stehen für die noch kommenden Sonntage der Passionszeit – rosa für den Sonntag Lätare, auch „Klein-Ostern“ genannt, rosa als Verbindung von Violett für Passionszeit und Weiß, die Farbe des Osterlichts. Die violetten Bänder stehen für die Passionssonntage, die noch kommen.

Die Brezen – in Form einer Acht – stehen für die Ewigkeit Gottes. Er ist da für uns und sorgt für uns – von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Wie früher einen Laetare-Strauß verschenken, um anderen eine Freude zu machen und Hoffnung zu wecken, das können wir derzeit nicht so gut machen. Aber Sie können auf die eine oder andere Weise einen Gruß weitergeben, als Trost und kleine Freude.

Gott behüte Sie
                            Pfarrerin Barbara Overmann

 

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